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	<title>Comments on: Wasserstände (5)</title>
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	<description>Das Blog zum Kurzgeschichtenwettbewerb 2007 von Sajonara</description>
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		<title>By: Sperzel-Völk</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-498</link>
		<dc:creator>Sperzel-Völk</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 12:44:55 +0000</pubDate>
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		<description>Ohnmacht, Ignoranz und Pessimismus, das prägt tatsächlich unsere Generation. Wie glücklich derjenige, der seine Seele auf den Knien schaukeln kann, indem er sich über Schreiben, Malen, Musizieren, etc. artikulieren kann und am Ende seines Lebens - wenn auch nicht unbedingt im Suff, wie der arme Erich - den Spruch mit ins Grab nehmen kann: Der Verstand irrt. Das Gefühl nie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ohnmacht, Ignoranz und Pessimismus, das prägt tatsächlich unsere Generation. Wie glücklich derjenige, der seine Seele auf den Knien schaukeln kann, indem er sich über Schreiben, Malen, Musizieren, etc. artikulieren kann und am Ende seines Lebens &#8211; wenn auch nicht unbedingt im Suff, wie der arme Erich &#8211; den Spruch mit ins Grab nehmen kann: Der Verstand irrt. Das Gefühl nie.</p>
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		<title>By: Andreas Pischner</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-495</link>
		<dc:creator>Andreas Pischner</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 12:14:50 +0000</pubDate>
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		<description>Und wo bleibt das Positive, Herr Kästner?

Und immer wieder schickt ihr mir Briefe,
in denen ihr, dick unterstrichen, schreibt:
»Herr Kästner, wo bleibt das Positive?«
Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt.

Noch immer räumt ihr dem Guten und  Schönen
den leeren Platz überm Sofa ein.
Ihr wollt euch noch immer nicht dran  gewöhnen,
gescheit und trotzdem tapfer zu sein.

Ihr braucht schon wieder mal Vaseline,
mit der ihr das trockene Brot beschmiert.
Ihr sagt schon wieder, mit gläubiger Miene:
»Der siebente Himmel wird frisch tapeziert!«

Ihr streut euch Zucker über die Schmerzen
und denkt, unter Zucker verschwänden sie.
Ihr baut schon wieder Balkons vor die  Herzen
und nehmt die strampelnde Seele aufs Knie.

Die Spezies Mensch ging aus dem Leime
und mit ihr Haus und Staat und Welt.
Ihr wünscht, daß ich&#039;s hübsch  zusammenreime,
und denkt, daß es dann zusammenhält?

Ich will nicht schwindeln. Ich werde nicht  schwindeln.
Die Zeit ist schwarz, ich mach euch nichts  weis.
Es gibt genug Lieferanten von Windeln.
Und manche liefern zum Selbstkostenpreis.

Habt Sonne in sämtlichen Körperteilen
und wickelt die Sorgen in Seidenpapier!
Doch tut es rasch. Ihr müßt euch beeilen.
Sonst werden die Sorgen größer als ihr.

Die Zeit liegt im Sterben. Bald wird sie  begraben.
Im Osten zimmern sie schon den Sarg.
Ihr möchtet gern euren Spaß dran haben .. .?
Ein Friedhof ist kein Lunapark.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und wo bleibt das Positive, Herr Kästner?</p>
<p>Und immer wieder schickt ihr mir Briefe,<br />
in denen ihr, dick unterstrichen, schreibt:<br />
»Herr Kästner, wo bleibt das Positive?«<br />
Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt.</p>
<p>Noch immer räumt ihr dem Guten und  Schönen<br />
den leeren Platz überm Sofa ein.<br />
Ihr wollt euch noch immer nicht dran  gewöhnen,<br />
gescheit und trotzdem tapfer zu sein.</p>
<p>Ihr braucht schon wieder mal Vaseline,<br />
mit der ihr das trockene Brot beschmiert.<br />
Ihr sagt schon wieder, mit gläubiger Miene:<br />
»Der siebente Himmel wird frisch tapeziert!«</p>
<p>Ihr streut euch Zucker über die Schmerzen<br />
und denkt, unter Zucker verschwänden sie.<br />
Ihr baut schon wieder Balkons vor die  Herzen<br />
und nehmt die strampelnde Seele aufs Knie.</p>
<p>Die Spezies Mensch ging aus dem Leime<br />
und mit ihr Haus und Staat und Welt.<br />
Ihr wünscht, daß ich&#8217;s hübsch  zusammenreime,<br />
und denkt, daß es dann zusammenhält?</p>
<p>Ich will nicht schwindeln. Ich werde nicht  schwindeln.<br />
Die Zeit ist schwarz, ich mach euch nichts  weis.<br />
Es gibt genug Lieferanten von Windeln.<br />
Und manche liefern zum Selbstkostenpreis.</p>
<p>Habt Sonne in sämtlichen Körperteilen<br />
und wickelt die Sorgen in Seidenpapier!<br />
Doch tut es rasch. Ihr müßt euch beeilen.<br />
Sonst werden die Sorgen größer als ihr.</p>
<p>Die Zeit liegt im Sterben. Bald wird sie  begraben.<br />
Im Osten zimmern sie schon den Sarg.<br />
Ihr möchtet gern euren Spaß dran haben .. .?<br />
Ein Friedhof ist kein Lunapark.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Tabea Kraaz</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-494</link>
		<dc:creator>Tabea Kraaz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 11:39:05 +0000</pubDate>
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		<description>Was mir aufgefallen ist, ist, dass Pessimismus von vielen als einen Ausdruck von hoher Intelligenz angesehen wird. Von wegen &quot;ich kenne die Welt, ich weiß sie ist schlecht (wir wissen glaub ich alle, dass auf Planeten Erde nicht alle rosig läuft ;-) ), also ist alles schlecht und ich bin sooo schlau, dass ich das erkannt habe&quot;. Optimismus dagegen wird oft mit Naivität gleichgesetzt. Ich finde es auch bezeichnend, dass &quot;Depri-Sein&quot; als Trend unserer Gesellschaft erscheint siehe &quot;Emo-kinder&quot;.
Meiner Meinung nach ist es schade, dass das Erkennen für Missstände in der Gesellschaft oft in einer Isolation, in einer totalen Verschlossenheit des eigenen Ichs und/ oder einer vollkommenen Egalitätshaltung münden muss. Die Frage ist doch eigentlich: Wieso? Ich meine, warum handeln die Menschen so? … Ich glaube, es ist Angst. Wir könnten alle diese Welt ändern, jeder einzelne. Aber wir stehen vor der Ohnmacht, in der wir sagen &quot;Wir können es nicht schaffen&quot; oder der Ignoranz in der wir sagen &quot;Wir wollen es nicht sehen&quot; oder dem Pessimismus, in dem wir sagen &quot;Wir werden es nicht schaffen.&quot; Darum lässt es jeder geschehen. Ich hasse Kollektivschuld … 
Meiner Ansicht nach, ist das größte Problem, dass die Menschen sehen, wie die Welt ist, aber nicht wie sie sein könnte, wie sie werden könnte. Dafür fehlt den meisten der Mut, die Kraft an so eine Vorstellung zu glauben. Oder überhaupt Träume zu entwickeln. 
Meine Geschichten enden eigentlich immer positiv – um mal auf die Literatur zurück zu kommen -, weil ich an die Träume glaube.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was mir aufgefallen ist, ist, dass Pessimismus von vielen als einen Ausdruck von hoher Intelligenz angesehen wird. Von wegen &#8220;ich kenne die Welt, ich weiß sie ist schlecht (wir wissen glaub ich alle, dass auf Planeten Erde nicht alle rosig läuft <img src='http://sieben.alext.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ), also ist alles schlecht und ich bin sooo schlau, dass ich das erkannt habe&#8221;. Optimismus dagegen wird oft mit Naivität gleichgesetzt. Ich finde es auch bezeichnend, dass &#8220;Depri-Sein&#8221; als Trend unserer Gesellschaft erscheint siehe &#8220;Emo-kinder&#8221;.<br />
Meiner Meinung nach ist es schade, dass das Erkennen für Missstände in der Gesellschaft oft in einer Isolation, in einer totalen Verschlossenheit des eigenen Ichs und/ oder einer vollkommenen Egalitätshaltung münden muss. Die Frage ist doch eigentlich: Wieso? Ich meine, warum handeln die Menschen so? … Ich glaube, es ist Angst. Wir könnten alle diese Welt ändern, jeder einzelne. Aber wir stehen vor der Ohnmacht, in der wir sagen &#8220;Wir können es nicht schaffen&#8221; oder der Ignoranz in der wir sagen &#8220;Wir wollen es nicht sehen&#8221; oder dem Pessimismus, in dem wir sagen &#8220;Wir werden es nicht schaffen.&#8221; Darum lässt es jeder geschehen. Ich hasse Kollektivschuld …<br />
Meiner Ansicht nach, ist das größte Problem, dass die Menschen sehen, wie die Welt ist, aber nicht wie sie sein könnte, wie sie werden könnte. Dafür fehlt den meisten der Mut, die Kraft an so eine Vorstellung zu glauben. Oder überhaupt Träume zu entwickeln.<br />
Meine Geschichten enden eigentlich immer positiv – um mal auf die Literatur zurück zu kommen -, weil ich an die Träume glaube.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: S. L. Calvi</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-493</link>
		<dc:creator>S. L. Calvi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 09:52:15 +0000</pubDate>
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		<description>Nun, es gibt ja nicht nur düster und lustig. Man kann ja auch neutral gehaltene Geschichten schreiben, die trotzdem spannend und unterhaltsam sind, aber weder besonders grausam, blutig oder deprimierend, noch total witzig. Richtig lustig ist definitiv nicht einfach, ganz klar.
@Christian: Vielleicht bin ich jetzt zu blond, aber nach mehrfachem Lesen deines Beitrags muss ich trotzdem nochmal nachfragen: Bezieht sich die These jetzt auf den Autor, der sich durch die Überstimulation der Reize in sich zurückzieht und deshalb düstere Geschichten schreibt? Weil er sich in der Menge isoliert fühlt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, es gibt ja nicht nur düster und lustig. Man kann ja auch neutral gehaltene Geschichten schreiben, die trotzdem spannend und unterhaltsam sind, aber weder besonders grausam, blutig oder deprimierend, noch total witzig. Richtig lustig ist definitiv nicht einfach, ganz klar.<br />
@Christian: Vielleicht bin ich jetzt zu blond, aber nach mehrfachem Lesen deines Beitrags muss ich trotzdem nochmal nachfragen: Bezieht sich die These jetzt auf den Autor, der sich durch die Überstimulation der Reize in sich zurückzieht und deshalb düstere Geschichten schreibt? Weil er sich in der Menge isoliert fühlt?</p>
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	<item>
		<title>By: Andreas</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-492</link>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 08:28:16 +0000</pubDate>
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		<description>Oft hilft es einem auch, einen solchen Text zu schreiben. Für mich ist das oft ein Mittel, die trüben Gedanken von der Seele wegzuschreiben.

Und es ist einfach viel einfacher einen düsteren Stoff zu schreiben, als einen fröhlichen und lustigen. Für einen heiteren Stoff braucht es viel mehr Disziplin und Können, wenn es nicht einfach albern werden soll. 
Wobei ich letzteres nur vermute, weil es mir schwer fällt, etwas sonniges zu schreiben. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oft hilft es einem auch, einen solchen Text zu schreiben. Für mich ist das oft ein Mittel, die trüben Gedanken von der Seele wegzuschreiben.</p>
<p>Und es ist einfach viel einfacher einen düsteren Stoff zu schreiben, als einen fröhlichen und lustigen. Für einen heiteren Stoff braucht es viel mehr Disziplin und Können, wenn es nicht einfach albern werden soll.<br />
Wobei ich letzteres nur vermute, weil es mir schwer fällt, etwas sonniges zu schreiben. <img src='http://sieben.alext.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	<item>
		<title>By: Sandra</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-491</link>
		<dc:creator>Sandra</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 08:15:37 +0000</pubDate>
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		<description>Ich selbst schreibe auch nur deprimiernde Geschichten. Warum? Weil ich nicht anders kann. Ich habe selbst eine pessimistische Lebenseinstellung (keine Ahnung warum).
Selbst wenn ich versuche, etwas Lustiges zu schreiben, wird es traurig. irgendwie deprimierend.
Aber ich habe mich damit abgefunden, dass ich nur solche Texte schreiben kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich selbst schreibe auch nur deprimiernde Geschichten. Warum? Weil ich nicht anders kann. Ich habe selbst eine pessimistische Lebenseinstellung (keine Ahnung warum).<br />
Selbst wenn ich versuche, etwas Lustiges zu schreiben, wird es traurig. irgendwie deprimierend.<br />
Aber ich habe mich damit abgefunden, dass ich nur solche Texte schreiben kann.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Wildis Streng</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-488</link>
		<dc:creator>Wildis Streng</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 23:11:39 +0000</pubDate>
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		<description>Mh. Also ich habe ganz einfach das Gefühl, dass es schick ist, deprimierende Stoffe zu verarbeiten. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mh. Also ich habe ganz einfach das Gefühl, dass es schick ist, deprimierende Stoffe zu verarbeiten. <img src='http://sieben.alext.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	<item>
		<title>By: Thomas Zejewski</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-487</link>
		<dc:creator>Thomas Zejewski</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 20:46:03 +0000</pubDate>
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		<description>Naja aber das Auge des Sturmes ist einfach zu reizvoll;) Denke aber das wichtigste ist das Maß bzw. die Dosis der Introspektion, die zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Egomanie und Selbstvergessenheit entscheidet.

Finde aber eure Gedanken sehr fruchtbar. Danke!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja aber das Auge des Sturmes ist einfach zu reizvoll;) Denke aber das wichtigste ist das Maß bzw. die Dosis der Introspektion, die zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Egomanie und Selbstvergessenheit entscheidet.</p>
<p>Finde aber eure Gedanken sehr fruchtbar. Danke!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Christian</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-486</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 19:19:48 +0000</pubDate>
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		<description>Eine andere Theorie wäre, dass diese allgemeine Düsternis durch die Überbewertung des Individuums bedingt ist. Durch allzu starke Reflexion des eigenen Ichs, durch eine Aufblähung der Innenwelt erscheinen eigentlich kleine Seelenunreinheiten als so gewaltig, dass sie mehr ins Gewicht fallen als nötig. Hinzu kommt die Überstimulation der Sinne, die ein Sich-zurückziehen-müssen oder -wollen mit sich bringt. Wenn ich mich in die Außenwelt / in soziale Kontakte begebe, gebe ich mich sinnlichen Reizen preis, die heutzutage auf mich einzustürzen pflegen. Als Gegenbewegung entziehe ich mich diesen Reizen... dies bewirkt Isolation (sogar in der Masse) ... dies bewirkt Beschäftigung mit sich selbst... dies bewirkt Selbstreflexion... und dies bewirkt schließlich, dass man den schönen Wald vor schwarzen Bäumen nicht mehr sehen kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine andere Theorie wäre, dass diese allgemeine Düsternis durch die Überbewertung des Individuums bedingt ist. Durch allzu starke Reflexion des eigenen Ichs, durch eine Aufblähung der Innenwelt erscheinen eigentlich kleine Seelenunreinheiten als so gewaltig, dass sie mehr ins Gewicht fallen als nötig. Hinzu kommt die Überstimulation der Sinne, die ein Sich-zurückziehen-müssen oder -wollen mit sich bringt. Wenn ich mich in die Außenwelt / in soziale Kontakte begebe, gebe ich mich sinnlichen Reizen preis, die heutzutage auf mich einzustürzen pflegen. Als Gegenbewegung entziehe ich mich diesen Reizen&#8230; dies bewirkt Isolation (sogar in der Masse) &#8230; dies bewirkt Beschäftigung mit sich selbst&#8230; dies bewirkt Selbstreflexion&#8230; und dies bewirkt schließlich, dass man den schönen Wald vor schwarzen Bäumen nicht mehr sehen kann.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Sperzel-Völk</title>
		<link>http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/comment-page-1/#comment-482</link>
		<dc:creator>Sperzel-Völk</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Nov 2007 18:57:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sieben.alext.de/2007/11/06/wasserstande-5/#comment-482</guid>
		<description>Demnach liegen die Wurzeln dieser Richtung bei den Existentialisten? Der Unterschied zu ihnen ist, dass heute die Massen davon ergriffen sind, und damals war es nur eine Handvoll Intelektueller, die sich mit Leben und Tod im Bezug auf die Gesellschaft auseinadergesetzt hat. Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen  - wer es noch nicht mitbekommen hat - Norman Mailer ist tot!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Demnach liegen die Wurzeln dieser Richtung bei den Existentialisten? Der Unterschied zu ihnen ist, dass heute die Massen davon ergriffen sind, und damals war es nur eine Handvoll Intelektueller, die sich mit Leben und Tod im Bezug auf die Gesellschaft auseinadergesetzt hat. Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen  &#8211; wer es noch nicht mitbekommen hat &#8211; Norman Mailer ist tot!</p>
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